Nach Marians Tod suchte ich nach einem neuen Weg, einer Aufgabe, um dieser entsetzlichen Trostlosigkeit zu entfliehen. Ich stellte einen Antrag auf ein Pflegekind. So kam Julia im Alter von 18 Monaten zu mir. Seitdem ist jeder Tag ein Abenteuer, und ich muss zugeben, dass ich es mir leichter vorgestellt hatte. Mühe allein genügt nicht. Ich habe alle Hilfen in Anspruch genommen, die möglich waren. Mit einem gewissen Hintergrundwissen wäre vieles leichter gewesen. Mein großer Wunsch ist, dass Pflege- und Adoptiveltern gründlich auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet werden.

Lieber Gott!

Ich bin noch klein,

kann so vieles nicht allein.

Drum lass Menschen sein auf Erden,

die mir helfen, groß zu werden.

Die mich nähren,

die mich kleiden,

die mich führen,

die mich leiten,

dich mich trösten, wenn ich weine....

Lieber Gott –

Und dies eine:

Wenn ich es mal schlimm getrieben,

mach, dass sie mich trotzdem lieben!

(Renate Schupp)

Mein Bäumchen

Kleines wurzelloses Bäumchen,

ein jeder Windhauch wirft dich um.

Kannst nicht von alleine stehen,

brauchst ganz viel Halt um dich herum.

Brauchst mehr Halt als and're Bäumchen.

Brauchst so viel Licht und Energie,

viel Wärme und Geborgenheit,

ansonsten schaffst du es wohl nie,

von alleine steh'n zu bleiben,

so dass kein Sturm dich trägt davon.

Brauchst vielleicht ein kleines Wunder.

Und kleine Wunder gibt es schon.
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