



Lieber Marian,
heute ist der 10.Februar 2009; der Abend vor Deinem Geburtstag. Heute vor 23 Jahren war Rosenmontag und ich bin die Treppe hoch- und runtergehastet, in der Hoffnung auf ein Rosenmontagskind, denn Du warst schon überfällig. In der Nacht gegen 3.00Uhr stand ich auf. Um mich abzulenken schaltete ich das Radio ein und spielteSteckhalma, denn die Wehen kündigten sich an. Ich hatte große Angst, dass wieder etwas schief gehen könnte, wie zwei Jahre zuvor, aber die Freude war dennoch größer. Du warst noch nicht mal auf der Welt und mir schon so wichtig, so vertraut, dass ich das Glück, Deine Existenz zu fühlen, gar nicht fassen konnte. Kaum zu glauben, wie sehr mir noch jede Einzelheit im Gedächtnis haftet. Am nächsten Morgen um 7.35 Uhr wurdest Du geboren. Als Du so das erste Mal in meinem Arm gelegen hast, das war der schönste Moment. Glück pur.
Ganz gleich, wieviel Schatten es später gab, Du warst die Sonne. Ein Licht in der Nacht. Ein liebenswerter, freundlicher Junge, auf den ich stolz sein konnte. Warum bloß kam mir damals das alles so selbstverständlich vor?
Fünfzehn Mal haben wir Deinen Geburtstag gefeiert. Ich versuche immer, mich an jedes einzelne Jahr zu erinnnern, bloß nichts zu vergessen.
Ich hoffe, es geht Dir gut, da wo Du jetzt bist.
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Wieder ist ein Jahr vergangen. Dein 24.Geburtstag. Begleitet von meinen Gedanken, all den Erinnerungen, die Dich in aller Stille weiterleben lassen. Dein Grab ist tief verschneit. Aber das ist unwichtig. Wichtig ist nur, dass mir keine Erinnerung verlorengeht. Deine Stimme klingt auch nach all den Jahren durch die Räume. Dein Gesicht taucht inmitten aller Alltagshektik auf. Du bist überall!!! Heute und an all den anderen Tagen. Keine Sekunde vergessen!!!
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